Donnerstag, 25. September 2014

Investment AC Wissen Einsteiger

Der Zinseszinseffekt mit praktischem Einsatz des Kindergeldes

Das Wunder des Zinseszins ist die wichtigste Komponente in der Geldanlage und des Investierens und darf in keinem Fall unterschätzt werden. Im Internet gibt es jede Menge Fallbeispiele wie zum Beispiel die fiktive Geschichte des Josefpfennings. Wen das interessiert, es lohnt sich auf jeden Fall mal danach zu googeln. Es würde aber zu lange dauern es hier im Einzelnen zu erläutern.

Viel wichtiger ist es zu verstehen, dass der Zinseszinseffekt ein exponentielles Wachstum darstellt.
Dies ermöglicht es auch aus kleinen Beträgen ein beachtliches Vermögen aufzubauen nur wenn man lang genug den Zinseszins Effekt ausnutzt.

Um nachfolgend diesen Effekt zu veranschaulichen, stellen wir uns vor, dass wir uns gerade in der glücklichen Lage befinden und sehr bald Eltern werden. Eine positive Ausprägung besteht darin das es aktuell 184€ Kindergeld für das erste Kind gibt. Von den zwei Großelternteilen denen das Wohlbefinden des Kindes an erster Stelle steht wollen auch etwas für die Zukunft des Kindes geben. Sagen wir jedes Großelternteil steuert 33€ im Monat hinzu. Auf diese Art und Weise bekommen wir ganze 250€ im Monat zusammen und das Kind ist nicht einmal geboren;)

Nun sind wir ganz diszipliniert und legen das Geld zwanzig Jahre zur Seite.

Bedeutet 250€ *12 Monate * 20 Jahre ergibt eine Gesamtsumme von 60.000€.

Nun haben diese 60.000€ in zwanzig Jahren nicht mehr dieselbe Kaufkraft wie heute. Ich setzte einfach mal eine Inflation von ca. 1,2% (Ob realistisch oder nicht spielt an dieser Stelle erstmal keine Rolle)an und komme auf einen Endbetrag von 52.203,58€. Für geschenktes Geld erstmal nicht schlecht. Aber bei weitem nicht erstrebsam.

Schauen wir uns an was passiert wenn man eine jährliche Rendite von 3%, ohne Inflation (der Einfachheit halber) erzielt und monatlich 250€ spart. Es kommt ein Betrag von 81.921,05€ ohne Steuern heraus.

Was passiert mit einer jährlichen Rendite von 5% mit den selben Parametern. Ganz einfach. Wir erhalten eine Betrag von 101.884,47€ schon wesentlich besser und fast doppelt soviel als wenn es die Inflation "anfrisst".

In den letzten 40 Jahren hat es der Marktbreite Aktienindex der USA, der S&P 500 auf eine jährliche Rendite von ca. 9,6% p.a. gebracht. Und das trotz der Krisen 1987 an den Börsen, trotz des Vietnams Krieges, trotz einer Ölkrise, trotz eines kalten Krieges, trotz einer Russlandkrise, trotz einer geplatzten Internetblase, trotz eines Terroranschlages, trotz einer globalen Finanzkrise in der viele Menschen ihre Jobs verloren haben.

Aus diesem Grund ist in meinen Augen eine jegliche Diskussion über die Sicherheit der Aktienmärkte für mich äußerst bedeutungslos.

Jetzt schauen wir uns an, was passiert wäre wenn wir unser Kindergeld über zwanzig Jahre investiert hätten.

Wir erhalten einen Betrag von 172.750,44€ vor Gebühren und Steuern.
Steuern werden allerdings erst bei Verkauf fällig...
Und das ohne ein Aktives zutun oder handeln von Aktien... 

Und nun noch ein Beispiel von der Investmentlegende Warren Buffett. Er erzielte mit seiner Investmentholding Berkshire Hathaway in den letzten 40 Jahren eine durchschnittliche Rendite von ca 19%. Auf unser Kinder Geld mit einer Laufzeit von 20 Jahren ergibt das ein Kapital von rund 547.326,87€ nicht schlecht für jemanden mit Anfang zwanzig und geschenktem Geld..;)

Ich will jetzt keine falschen Hoffnungen wecken, sondern lediglich aufzeigen was der Zinseszins Effekt für eine Mächtigkeit hat! Und genau diese gilt es zu nutzen!
Probieren Sie es mal selber: 


Wie man diese Idee in die Tat umsetzt und von den Schwankungen am Aktienmarkt profitieren kann und gleichzeitig das Risiko  mit Hilfe von Sparplänen senken kann, davon schreibe ich in meinem nächstem post.

Montag, 15. September 2014

AC Wissen

Die Effizienz eines Unternehmens

Wie in meinem ersten Post bereits veröffentlicht, ist es überaus wichtig für ein Unternehmen und insbesondere für den Investor das dieses nachhaltig Geld verdient.

Entgegen den Vorstellungen der Wall Street und vielen Anlegern halte ich es für überaus wichtig, dass das Unternehmen seinen nach Möglichkeit gesamten Gewinn im Unternehmen belässt und nicht als Dividende ausschüttet!

Aber nur unter einer Bedingung. Es muss effizient sein.
Doch wie kann ich als Anleger genau das Messen?

Hier bietet sich wiederum ein Blick in die Bilanz des Unternehmens an. Für diejenigen die nicht die gesamten Bilanzen eines jeden Unternehmens zur Verfügung hat. Hier eine Quelle wo man sich solche übersichtlich zeigen lassen kann. Insbesondere Die Unternehmen die Im Dow Jones Index gelistet sind werden hier kostenlos veröffentlicht:

https://research.valueline.com/research#list=dow30&sec=list

Doch welche Kennzahl suchen wir jetzt? Die Eigenkapitalrendite (hier MCD;Quelle: ValueLine):





Der Durchschnitt der amerikanischen Unternehmen im Bezug auf die Eigenkapitalrendite liegt bei ca 12%.
Somit fällt hier deutlich auf, dass die Mc Donalds zur jeder Zeit über diesem Wert lag.
Bilden wir hier einen Durchschnitt über die letzten 10 Jahre erhalten wir einen Wert von 28,69%!!

Wie berechnet sich diese Kennzahl?
Man betrachtet den Gewinn des Unternehmens und setzt ihn ins Verhältnis zum Eigenkapital. Ganz einfach.

Was sagt diese Kennzahl nun aus?
Jeder Dollar den dieses Unternehmen verdient und im Unternehmen belässt kann so profitabel eingesetzt werden, dass eine Rendite auf diesen Dollar von ca. 28,69% erzielt werden kann.

Deswegen macht es keinen Sinn sich diesen Dollar als Dividende ausschütten zu lassen und zusätzlich noch Steuer und Soli drauf zahlen zu müssen.
Bedeutet für uns in Deutschland das  25%+Soli+Kirchensteuer abgezogen werden, sodass unterm Strich nur noch ca 0,73 Dollar übrig bleiben. Und auf diese 0,73 Dollar muss ich nun eine Rendite erwirtschaften die aus diesen 0,73 Dollar nächstes Jahr 1,2869 Dollar macht. Bedeutet ich müsste eine Rendite von ca. 76% Prozent erwirtschaften.

Unternehmerisch ergibt sich bei der Betrachtung der Eigenkapitalrendite aber folgendes Problem was es genauer zu Prüfen gilt.

Stellen Sie sich vor Sie erwirtschaften 1 $ Gewinn. In Ihrer Bilanz stehen 100$ Aktiva Vermögen und Ihr Eigenkapital beträgt 1$. Dann haben Sie zwar eine Eigenkapitalrendite von 100% aber eine Gesamtkapitalrendite von nur 1%. Dieser Effekt heißt Leverage Effekt. Man hebelt über Fremdkapital seine Gewinnmarge.
Das es sich dabei nicht um eine nachhaltige Eigenkapitalrendite handelt liegt auf der Hand. Aus diesem Grund gilt es die Eigenkapitalquote des Unternehmens zu überprüfen um eine Aussage treffen zu können wie das Unternehmen finanziert ist.
Der Fokus soll dabei ganz gewiss auf konservativ finanzierte Unternehmen liegen.
Bedeutet man berechnet den Anteil des Eigenkapitals auf die Bilanzsumme. Bei dem vorherigen Beispiel wäre damit eine Eigenkapitalquote von 1% zustande gekommen.

Am Beispiel MCD (Quelle: finanzen.net):
Eigenkapital: 16.009,70 Mio. USD
Bilanzsumme: 36.626,30 Mio USD

Macht eine Eigenkapitalquote von ca. 43,71%.

Handelt es sich jetzt hierbei um ein konservativ finanziertes Unternehmen??

Daraus eine konkrete Antwort abzuleiten wäre falsch. Das ist etwas was jeder für sich selbst entscheiden muss.
Als Hilfestellung kann man sich die Eigenkapitalquoten aus der Peer Group betrachten und auswerten. Oder man schaut sich an was das Unternehmen für Fremdkapital bezahlt. Mit einem A2 Rating nämlich so gut wie nichts. Es kann sich über die nächsten 45 Jahre aktuell mit 4% Geld am Markt leihen.
Desweiteren kann man sich anschauen aus welchem Bereich die Verbindlichkeiten kommen. Sind es kurzfristige Verbindlichkeiten z.B. das Fleisch für den BigMäc? Oder handelt es sich dabei um langfristige Schulden?
Auf finanzen.net sind langfristige Schulden mit ca. 17.301,06 Mio USD ausgewiesen. Macht also eine Langzeit Fremdkapitalquote von ca. 47,23%.
In meinen Augen ist eine solche Quote als durchaus konservativ zu erachten und betriebswirtschaftlich sinnvoll.
Hochgerechnet auf die Bilanzsumme ergibt sich außerdem eine Gesamtkapitalrendite von aktuell ca.19,4%.

Also denken Sie mal darüber nach ob es wirklich sinnvoll ist in ein Unternehmen zu investieren welches hohe Dividenden ausschüttet.

"Das Ziel sollte sein, eine Aktie ohne Dividendenausschüttung zu kaufen, die über eine Periode von 30 Jahren unter Berücksichtigung der Zinseszinsen eine jährliche Rendite von 15% liefert und dafür nur einmal, nämlich am Ende der Periode, 35% Steuern zu zahlen. Dies ergibt eine jährliche Rendite nach Steuern von 13,4%."
Charlie Munger, Forbes, 22. Januar 1996







AC Wissen 
Handelssystem einfach


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// Hammer
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// The candle looks like a hammer, as it has a long lower wick 
// and a short body 
// at the top of the candlestick 
// with little or no upper wick. 
// (..) most traders say the lower wick must be two times greater than the size of the body 


var: body, bodylow, bodyhigh, range, lowerwick;

// Handelsspanne = Grösse der ganzen Kerze
range=h-l;

// GRösse des Körpers
body=o-c;
if body<0 then body = -body;

// unteres und oberes Ende des Körpers
if o>c then bodylow=c;
if o<c then bodylow=o;

if o>c then bodyhigh=o;
if o<c then bodyhigh=c;

// unterer Schatten
lowerwick=bodylow-l;


// "..The candle looks like a hammer, as it has a long lower wick.."

// --> oberhalb von 70% der Kerze
if bodylow>l+0.7*range then

// "..and a short body "

// -> Körper <25% der gesamten Kerze
if body<range*0.25 then

// "..at the top of the candlestic.."
// "..with little or no upper wick. "

// Oberteil des Körpers in Top 10% der Kerze
if bodyhigh>h-0.1*range then

// "(..) most traders say the lower wick must be two times greater than the size of the body "

if lowerwick>body*2 then

// IM ABWÄRTSTREND 2 - SMA5 2% unter SMA20
if average(c,5)<average(c,20)*0.98 then

buy next bar market;

// VERKAUF nach 10 Tagen

if barssinceentry>9 then sell at market;







//////////////////////////////////
// GOLDEN CROSS mit SMA-200 Filter
//////////////////////////////////

if Average(close,20)<Average(close,50) then
  if Average(close,20)[1]>Average(close,50)[1] then
    if Average(close,200)<Average(close,50) then
       buy next bar at market;
    
if average(close,20)>Average(close,50) then
   sell next bar at market;
   
if average(close,50)<Average(close,200) then 
  sell next bar at market;

Dienstag, 2. September 2014

Investment AC Wissen Einsteiger

Führen Sie Buch!


Jedes Unternehmen kann noch so gut geführt werden, kann die fettesten Gewinne erwirtschaften, kann die herausragendste Monopolstellung aufweisen und richtig Kohle verdienen. Doch ohne eine gute Buchführung wird es sich nicht zwangsläufig und nachhaltig auf dem Markt aufhalten können.

Stellen Sie sich vor ein Unternehmen weißt genau diese Fähigkeiten auf und verdient jeden Monat ungeheure Summen an Geld, weiß aber beispielsweise nicht wo dieses Geld herkommt und wo welche Kosten in welcher Höhe liegen.
Unvorstellbar, nicht wahr!?

So lange jeden Monat eine positive Einnahme (Cash Flow) generiert wird ist es ja alles kein Problem.
Man kann fast immer so weitermachen, ohne aber wirklich effizient die verfügbaren Ressourcen einzusetzen.

So weit so gut. Doch was ist wenn es eine "Krise" gibt?
Was wenn die Einnahmen nicht mehr regelmäßig fließen?
Was wenn die Gläubiger Ihr Geld haben wollen?
Was wenn ein unvorhergesehen negatives Ereignis eintritt?

Was dann?

Dann wird genau diese Unternehmen regelrechte Schwierigkeiten haben sich weiterhin auf dem Markt zu etablieren.

Warum schreibe ich das Ganze?
Die Parallelen zwischen Ihrem Privatleben und die Tätigkeiten eines Unternehmens sind erschreckend identisch.
Nur die Begrifflichkeiten sind manchmal anderes. So heißt es statt Cash Flow: Lohn/Gehalt.
Auch Sie sollten sich gegen unvorhergesehenden Risiken (Krisen) absichern, Rücklagen bilden und Ihre Ausgaben genau überwachen und gegebenenfalls Einsparungen treffen, die Investitionsquoten erhöhen.
Genau das was ein erfolgreiches Unternehmen auch macht. Um Krisen zu überstehen.

Doch leider muss ich immer wieder feststellen, dass das "Buch führen" des eigenen Lebens von kaum jemanden wahrgenommen wird. Und dabei ist es um einiges einfacher als das von unserem Unternehmen und kostet fast nicht. Nur ein kleines Heft und jede Woche eine halbe Stunde Zeit. Also die Werbezeit des Sonntagabend Films auf RTL.

Nur die Ausgaben den Einnahmen asymetrisch gegenüberstellen, mit Datum versehen, am Ende des Monats alles addieren und subtrahieren. Mit Erschrecken feststellen wie viel Geld man diesen Monat wieder einmal für den leckeren Wein ausgegeben hat.Fertig!
Das ganze mal über ein halbes Jahr konsequent durchführen (um auch alle Kosten zu erfassen, wie z.B die jährliche Versicherungsprämie) und so hat man eine genaue Vorstellung davon wo, welche Kosten, in welcher Höhe anfallen.

Nur auf diese Art und Weise lassen sich Sparpotentiale ermitteln, welche für das regelmäßige Investieren von hoher Bedeutung sind, ohne die Lebensqualität einzuschränken. Auch kleine Beträge summieren Sich zu hohen Beträgen zusammen und können durch Ausnutzen des Zinseszinseffekts enorme Summen ergeben.

Mein Investment Tipp der Woche:
Eine zu 100% sichere Anlageform, welche bis zu 15% p.a. Rendite bringt!?
Ganz einfach: Gleichen Sie Ihr Dispot aus!

In diesem Sinne! Führen Sie Buch! Seien Sie erfolgreich!