Sonntag, 7. Februar 2016

Investment AC Basics

Wertpapierhandel für Anfänger (speziell Aktien) in 7 Lektionen

Lektion 1:
Aktien stellen einen Sachwert dar! Sie sind ein Anteil am Eigenkapital einer Firma, einer Aktiengesellschaft.

Eigenkapital unterscheidet sich vom Fremdkapital aus der Herkunft. Fremdkapital kommt meist von externen Geldgebern wie einer Bank. Eigenkapital ist das Geld was selbst von einem Unternehmer der Firma bereitgestellt wird, darauf entfallen keine direkten Kosten, wie Zinsen.

Lektion 2:
Ihr seid als Aktienkäufer Unternehmer.

Denn ihr stellt dem Unternehmen Eigenkapital zur Verfügung. Aber ihr habt keine Pflichten, sondern nur Rechte!

Lektion 3:
Jeder kann Aktien kaufen und sich somit an einem Unternehmen beteiligen.

An einer Börse werden Aktien gehandelt. Dort findet ein reger Austausch zwischen Käufern und Verkäufern statt. Um an der Börse eine Aktie zu kaufen, müsst ihr eurer Bank oder Broker einen Kaufauftrag für eine Aktie erteilen, diese wird dann an die Börse weitergeleitet. Möchte jetzt jemand anderes an der Börse euch die Aktie verkaufen, dann bekommt ihr diese. Sie wir euch in ein Depot gebucht.

Lektion 4:
Jeder kann Aktien verkaufen, wenn er sie nicht mehr möchte.

Ihr seid nicht verpflichtet diese Aktie auf Ewig zu besitzen. Nein. Ihr könnt jederzeit einen Verkaufsauftrag über eure Bank oder Broker erteilen, dann werden eure Aktien wieder verkauft und ihr bekommt den Betrag (Verkaufserlös) gutgeschrieben.

Lektion 5:
Ihr hat gegenüber dem Unternehmen ein Haufen Rechte.

Eines davon ist, dass ihr an dem Unternehmensgewinn beteiligt werden müsst.
Eine Möglichkeit besteht darin, dass das Unternehmen diesen Gewinn an euch ausschüttet. Man spricht hier von Dividenden.

Lektion 6:
Aktien haben ständig einen anderen Wert an der Börse.                    

Damit beschäftigen sich alle Aktienhändler, die Frage wie viel ist die Aktie wert und lohnt sich dann der Kauf. Das ist die hohe Kunst. Um es einfacher zu verdeutlichen, stellt euch ein kleines Unternehmen vor, welches zum Beispiel Limonade produziert, die Citrus AG. Die Saftpressen, die Früchte und der Verkaufsstand haben Geld gekostet. Das Geld stammt aus dem Verkauf von Aktien. Es kamen insgesamt 100.000€ von Privatinvestoren zusammen die die Aktien gekauft haben. Es wurden insgesamt 100.000 Aktien verkauft. Damit hat erstmal jede Aktie einen Wert von genau 1€. An der Börse wird die nun gehandelt, einer meint, die Citrus AG wird weiter expandieren und bietet 2€ pro Aktie. Dies ist der eigentliche Börsenhandel. Die Citrus AG hat erstmal nichts von dem gestiegenen Wert. Somit hat einen Aktie einen „inneren“ Wert und einen börsengehandelten Wert.

Lektion 7:
So sieht ein Kaufauftrag in der Praxis aus.





 Dargestellt ist eine "Ordermaske" um Apple Aktien zu kaufen. Dafür benötigt man das Börsenkürzel: "AAPL", welches man über die Suchfunktion in Erfahrung bringen kann.
Anschließend wählt man aus, dass man diese Aktien gerne "kaufen" möchte und zwar 100 Stück.
Anschließend wählt man den Preis aus den man maximal zu bezahlen bereit ist. LMT (für "Limit"): $93,95. Dies ist der sogenannte Ask Preis. Da ist der Preis der nachgefragt wird und den man für einen Kauf bezahlen muss.
Das ist eigentlich schon alles. Anschließend wird dieser Order übermittelt und man bekommt die Position ins Depot gebucht.

Sonntag, 17. Januar 2016


In eigener Sache:

Meine neue Homepage zu Thema Handelssysteme ist jetzt online.
In den nächsten Tagen wird es noch weitere Veränderungen diesbezüglich geben und die Seite noch um mehr Informationen ausgebaut werden.

Ich wünsche viel Spaß!

Hier der link

www.tradehunter.de

Montag, 12. Oktober 2015

AC Handelsidee

Ausnutzen von Saisonalitäten im aktiven Handel
Aufsetzen eines Saisonalitäten Trades.

Input Parameter: VIX hat Weekly Close unter 20; Dynamic Yield Curve ist nicht invers; Preis liegt über dem geglätteten Preis der letzten 50 Wochen (Weekly Close); das alles im Oktober(Mitte,Ende)
Wird einer dieser Parameter negativ wird die Position geschlossen. Ausnahme bildet der 50 GD.
Hier wird ein kürzer Laufender GD verwendet (21er). Bei Unterschreiten dieses Preislevels wird eine Call Option OTM mit Restlaufzeit von ca 45 Tagen auf den Standardverfall verkauft um die Position ein wenig zu schützen.

Basiswert
Entweder handelt man hier ganz klassisch den S&P 500 oder Nasdaq oder aber wir machen uns an dieser Stelle den Window Dressing Effekt der Fondsgesellschaften zu nutze in dem wir in die Branchen investieren, welche das Jahr über am Besten performten.
Das ist an dieser Stelle der XLY;XLP und XLK.
Klar heraus sticht der XLY. Dieser hat einen aktuellen Preis von ca. $77.
Bei 100 Anteilen wären dies $7700 die zu investieren sind. Das Volatilitätsniveau ist momentan relativ niedrig (IVR<40), sodass es in Frage käme eine ITM Call Option zu kaufen. Der Preis für diese beträgt bei einem Strike von $77 und Laufzeit bis Jan. 2017 ca. $8. Demnach muss man "nur" $800 investieren um 100 Anteile zu handeln. Somit ergibt sich ein Hebel von ungefähr 9,5 auf aktuellem Niveau. 
Das es hier Sinnvoll ist ITM Optionen zu kaufen, besser noch tief im Geld stehen ITM Optionen zu kaufen werde ich an anderer Stelle erwähnen.

Es wird kein festes Target genutzt. Steigt der XLY um ca. 10-12%, wird mit Hilfe des Supertrend Indikators (30;3) auf Tagesbasis ein mentaler Stop gesetzt. Wird dieser verletzt wird die Position geschlossen.
Andernfalls wird die Position in der ersten Mai Woche geschlossen. Bei Ausnutzen des Window Dressing Effekt kann es allerdings Sinn machen die Position XLY bereits im Januar zu Beginn des Jahres zu schließen bzw. hier bereits einen gedanklichen Stop auf Tagesbasis zu haben und dann auf den breiten S&P 500 auszuweichen.
In diesem Sinne! Gutes Gelingen!

Dienstag, 25. August 2015


Einfach mal ein paar Extremwerte des Marktbreiten Index zusammengefasst.
Erkennbar ist das es nach jeden Extremwert zu einer Erkennbaren Erholung in den Preisen des SPX kommt und die Volatilität stetig fällt.




Volatilitätsindex VIX



Samstag, 22. August 2015

AC Aktuell

Aktueller Marktkommentar aus gegebenen Anlass 


Der 21.08.2015 entpuppte sich wohl zu einem kleinen schwarzen Freitag.
Nahezu alles was es an Aktien gibt wurde gestern ausverkauft.
"Ausverkauf" ist auch hier das Stichwort. Es war einfach zuviel des Guten (oder des schlechten, je nachdem auf welcher Seite man steht).
Betrachten wir ein paar Kennzahlen um uns einen objektiven Überblick zu verschaffen, denn sich jetzt von Emotionen reiten lassen ist äußerst unprofessionell.

Das Put Call Ratio lag zeitweise bei 1,93. So hoch ist es wirklich nur in Ausnahmefällen. Bedeutet es wurden gestern fast doppelt so viele Put wie Calls gehandelt. Jeder wollte Put Optionen haben.
92% aller Aufträge an der NYSE waren Verkaufsaufträge. Heißt das jeder der verkaufen wollte gestern verkauft hat.
Der VVIX schoss gestern bis auf 138 hoch, das entspricht in etwa dem Wert der Finanzkrise 2009.
Es herrscht absolute Panik im Markt. Diese Bewegung wird wohl am Montag fortgesetzt werden, bevor es dann zum "Turnaround" Dienstag kommt. Es sollte sich erst einmal aufgrund oben genannter Kennzahlen beruhigen. Dennoch ist von neunen Long Positionen abzuraten, auch als Antizyklische Tradingidee, solange der VIX per Wochenschlusskurs über 20 ist. Fällt er drunter kann man sicher die ein oder andere Position eröffnen. Solange heißt es Füße still halten, Risiko aus Portfolio nehmen und abwarten.
Sicher sieht ein gesunder Markt anders aus und die Abwärtsbewegung könnte sich mittelfristig durchsetzen. Dies gilt es zu beachten. Bedeutet aber auch das an jeweiligen Strategien festgehalten wird gute Unternehmen zu einem fairen Preis zu kaufen. Die fairen Preise rücken nun in greifbare Nähe..

Sonntag, 21. Juni 2015


Investment AC Wissen/Strategie


Sektoren ETFs und das Erzielen einer "Alpha" Rendite


Einfach in den Markt zu investieren ist eine super Sache. Es kostet nicht viel Zeit und Aufwand und ist sehr einfach und lohnenswert.
Wem das aber nicht genug ist und die Möglichkeit nutzen möchte eine "Übermarkt - Rendite" zu erzielen, der sollte den Markt in Sektoren unterteilen und sich so einen "besseren" Index selbst zusammenbasteln. Wie so ein Portfolio aussehen kann werden wir anhand ein paar Beispiele näher erläutern und auch zeigen wie wir hier Vorgehen.
Alles soll aber in erster Linie als Idee und Anregung gelten und keine Anlageberatung oder Anlageempfehlung darstellen. Betrachten wir uns den S&P 500.
500 einzelne Unternehmen sind hier gelistet. In neun verschiedene Branchen unterteilt.

Hier die Auswahl mit Ticker Symbol:

Consumer Discretionary (XLY)Consumer Staples (XLP)Energy (XLE)Financials (XLF)Health Care (XLV)Industrials (XLI)Materials (XLB)Technology (XLK)Utilities (XLU)

Wäre der S&P 500 gleichgewichtet nach Branchen aufgeteilt, würde jede Branche zu 11,10% im Index vertreten sein.Dies ist allerdings nicht der Fall.Somit kann man hierraus schon einen ersten Investmentansatz herausfiltern, indem man die Branchen des S&P 500 gleichgewichtet. Dies hat zur Folge, dass Übergewichtete Branchen nun kein erhöhtes systematisches Risiko aufweisen.
Dieser Idee wurde bereits ein weiterer ETF aufgelegt,der EQL, der genau diesen Investmentansatz verfolgt.Ob hieraus allerdings eine Alpha Rendite erzielbar ist, ist fraglich. Fest steht, dass die Korrelation und das Beta zum Markt ein wening verringert wird.So kann man definitiv festhalten, sich die Branchen ETFs einmal näher anzuschauen.
Bei unseren bisherigen Aktienauswahl und Entscheidungsfindung der Einzeltitelauswahl standen bisweilen fünf Kriterien im Vordergrund:

1) es handelt sich um eine starke Marke, der (Mehr-)Ertrag soll aus der Marke entstehen und nicht aus kapitalintensiven Anlagevermögen (Kraftwerke, Bohrinseln, Schiffe etc.), das zugleich noch hohen Wartungskosten und Instandhaltungskosten unterliegt
2) Die Branche muss sich in einem Megatrend befinden und somit auch noch über Jahre hinweg nachhaltig Geld verdienen
3) Die Grundbedürfnisse des Kunden sollen befriedigt werden. Also: Essen, wohnen, Sicherheit, Gesundheit etc (siehe Bedürnisspyramide nach Marslow)
4) Die Firma muss über eine grundsolide und effiziente Finanzierung verfügen 
5) die Aktie sollte ein technisch defensiver Wert sein.


Das sind bisweilen die wichtigsten Kernpunkte unserer Investmentphilosphie.
Die Frage ist nun, in welchen Branchen finden wir die meisten dieser Titel?Die Antwort ist nach langer Recherche: In den Konsumgütern, Pharmawerten und Technologiewerten. Auch die Finanzbranche sticht hier hervor, passt aber aufgrund ihrer zyklik und undurchschaubaren Finanzstruktur nicht ganz hier herein.
Also können wir unsere Branchen nun Filtern und stellen fest, dass noch vier von neun Branchen übrig bleiben:

Consumer Discretionary (XLY)Consumer Staples (XLP)Health Care (XLV)
Technology (XLK)

Bilden wir aus diesen vier Branchen nun unser Portfolio und vergleichen die Performance und die Risikokennzahlen der vergangenen 15 1/2 Jahre erhalten wir folgendes Ergebnis:


Zusammensetzung




Performance

Was hier jetzt zu erläutern ist sind zwei Sachen. Als Erstes stellen wir fest, dass die Kennzahlenanalyse (welche hier nur bedingt dargestellt ist) das Ergebnis hat: weniger Dividenden Rendite als Benchmark, höheres KGV als BM, aber auch eine höhere Gewinnmarge bietet als BM und einen bessern Verschuldungsgrad hat als BM (hier allerdings vorerst nicht weiter aufgeschlüsselt).
Das Zweite ist nun: wie kommt denn jetzt diese Überrendite zustande? 
Und da lohnt der Blick in die Korrelation bzw. in den Drawdown Vergleich. 

Unsere Portfolio ist aufgrund der Struktur wesentlich "Stressresistenter", da konjunkturunabhänig und hat somit historisch kleinere Drawdowns als die Benchmark.
Und genau hier liegt der Vorteil, denn dadurch das unsere Portfolio im maximalen Drawdown "nur" ca. 42% an Wert einbüßen musste, brauchte es "nur" um ca. 72 % zu steigen um wieder bei Plus-/Minus Null zu stehen.Die Benchmark hingegen mit einem max. Drawdown von ca. 55% muss allerdings um 122 % steigen um auf Ausgangsniveau zu landen.
Somit ist man mit unserem Portfolio wieder schneller in der Gewinnzone und verschafft sich somit einen Vorteil um eine langfristige Überrendite zu erzielen.

Das Problem ist allerdings wenn eine unserer ausgewählten Branchen in einer "Krise" steckt. Das heißt: Auch wir können nicht vorhersagen wie sich die einzelnen Branchen in der Zukunft entwickeln werden und wie deren Performance sich entwickelt.
Aber die Kennzahlen und die Finanzstruktur lassen einen ruhig schlafen. Außerdem soll der Fokus des Portfoliomanagments darin liegen die maximalen Drawdowns zu minimieren. Agiert man nun eng am Markt, kommt die Überrendite quasi von ganz allein.

Wie man mit anderen Techniken, wie eine Erweiterung der Anlageprodukte und Einsatz von Derivaten, die Drawdowns weiter eliminieren kann wird an anderer Stelle alsbald hier diskutiert.





Sonntag, 31. Mai 2015

Investment AC Wissen Einsteiger


Trading vs. Investieren


Es liegt ein himmelweiter Unterschied zwischen aktiven Trading sprich dem aktiven Handeln an den Wertpapierbörsen und dem Investieren.

In diesem Blog geht es voranging um das Investieren. Dies soll an dieser Stelle nochmals explizit hervorgehoben werden, da ich immer wieder darauf angesprochen werde.

Die Differenzen aus beiden "Geschäftsfeldern" liegen in erster Linie in der Handelsfrequenz und in der Aktivität des Handelns.
Ein Investor wird sich eine Investmentchance heraussuchen, insbesondere dann wenn es für Ihn ein lohnendes Geschäft ist und an dieser Anlage festhalten und zwar solange wie er davon überzeugt ist, dass er weiterhin damit Geld verdienen kann. Für Ihn besteht die Arbeit im Finden der Investmentmöglichkeiten.
Hat er sich für diese Entschieden kann es durchaus sein, dass er diese nie mehr in seinem Leben verkaufen wird (siehe Warren Buffett).
Was allerdings nicht heißt, dass er sich auch vorzeitig und recht schnell wieder davon trennen kann.
Etwa wenn er eines Besseren belehrt worden wurde und nicht alle Parameter mit in seiner Entscheidung berücksichtigt hat.

Das Trading ist ein ganz anderes Geschäftsfeld. Hier steht nicht das Investment als solches im Vordergrund, sondern hier werden eher kurz- bis mittelfristige Gewinne aus beispielsweise Preisveränderungen gewonnen.
Ein Investor wird Wohl oder Übel den allgemeinen Marktschwankungen unterlegen sein, da sich in der Vielzahl der einzelnen Wertpapieren die Marktentwicklung widerspiegelt und diese sehr stark zueinander korrelieren. Ein aktiver Händler jedoch muss versuchen, sowohl in steigenden als auch fallenden Märkten Geld zu verdienen und wird so eine sog. Absolut Return Strategie verfolgen.

Ganz existenziell ist hier das Risiko- und Moneymanagment, welches wir uns aber auch als Investor zu nutze machen können.

Und genau an solchen Stellen liegen auch die Überschneidungen.
Wir können uns als Wertpapierinvestor die Ideen und Überlegungen aus dem Trading zu Nutze machen um erfolgreicher an den Märkten agieren zu können.
Genau diese Themen versuche ich dann auch hier zu erläutern, oder werde vielleicht an anderer Stelle einen extra Blog für das aktive Handel gestalten.